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Geschichte der Gemeinde Besenthal

Gemeinde Besenthal
Zur Gemeinde Besenthal gehören die Hauptgemeinde Besenthal und die Ortsteile Sarnekow und Gudower Mühle. Die Gemeinde verfügt über eine Gesamtfläche von ca. 1.275 Hektar (25 % Wald, 20 % Wiesen und 55 % Ackerfläche). Das Besondere an der Gemeinde ist, dass hier nie eine Flurbereinigung bzw. Flächenzusammenlegung stattgefunden hat. Hier reihen sich die einzelnen Felder der Bauern noch immer in ca. 3 bis 4 – Hektar –Schlägen aneinander. Dass dieses so ist, haben wir den Landwirten aus den fünfziger und sechziger Jahren zu verdanken, denn dadurch ist uns eine hervorragende Knicklandschaft (Birken- und Eichenknicke) mit ihrer Flora und Fauna erhalten geblieben. Wald- und Bodennutzung befinden sich zu 100% im Eigentum der Landwirte, die hier ihre Höfe bewirtschaften. Die Flächen im Gemeindebezirk werden in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg von 12 Vollerwerbslandwirten bewirtschaftet, die hier alle gut von der Landwirtschaft leben können. Teilweise leben bis zu 3 Generationen auf einem Hof, die alle ernährt werden müssen, denn es gibt zu dieser Zeit noch keine Pflichtversicherung oder Sozialleistungen für selbständige Landwirte. Einige sind nicht einmal krankenversichert, alles muss aus den Höfen erwirtschaftet werden. 1957/58 wird die Pflichtversicherung mit allen Sozialabgaben eingeführt, hierdurch kommt es zu einer spürbaren Entlastung der Betriebe in Bezug auf Rente, Krankheit und Altenteil. Zur gleichen Zeit läuft die Wirtschaft rund, die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind gut und so setzt auf den Betrieben eine rege Bautätigkeit ein (Neu- und Umbauten). Die Mechanisierung hält Einzug auf den Bauernhöfen, das gute alte Ackerpferd wird ersetzt durch Schlepper. Maschinen ersetzen aber auch so manchen Arbeitsplatz in der Landwirtschaft. Ab 1955 setzt eine Landflucht ein, einige Bewohner zieht es in die Stadt, andere setzen sich ab, weil es keine Arbeit mehr gibt. Es ist in der Gemeinde Besenthal nie möglich gewesen, Gewerbebetriebe anzusiedeln, da das gesamte Gebiet unter Landschafts- und Naturschutz gestellt wurde (Hellbachtal). Heute finden wir noch 8 Vollerwerbsbetriebe, die vom Betriebsleiter allein mit Hilfe der Familie bewirtschaftet werden, davon noch 4 Betriebe mit Milchkuhhaltung.


Ortsteil Gudower Mühle
Eigentümer der Gudower Mühle ist Detlev-Werner von Bülow aus Gudow. Mühle und dazugehörende Landwirtschaft waren verpachtet, bis der damalige Pächter um 1960 die Pachtung aufgab. Die Ackerflächen wurden aufgeforstet und die Wassermühle stillgelegt und abgebaut. Die Gebäude wurden neu verpachtet und von Grund auf innen und außen renoviert. Um den Durchfluss des Wassers weiter nutzen zu können, entsteht hier ein kleines Wasserwerk, überwiegend zur Eigennutzung in den Gebäuden des ehemaligen Hofes.


Ortsteil Sanekow und Hauptort Besenthal
Im Ortsteil Sanekow sind heute noch alle 3 Landwirtschaftsbetriebe erhalten geblieben, die Besitzer erwirtschaften durch die Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt. Im Hauptort Besenthal bestreiten 5 Vollerwerbsbetriebe ihren Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft. Die Gemeinde Besenthal ist von einst (1945) 120 Einwohnern auf heute ca. 80 Einwohner gesunken.

 

Die Gemeindegeschicke werden durch zwei Bürgermeister besonders geleitet. Walter Schriever ist bis zum 10. April 1978 30 Jahre im Amt und ab dem 10. April 1978 bis zum 20. Juni 2013 leitete Helmut Mahnke für 35 Jahre die Gemeinde Besenthal. Seit dem 20. Juni 2013 wurde erstmalig mit Regina Heitmann eine Frau in das Amt der Bürgermeisterin in Besenthal gewählt. Ihr zur Seite stehen Florian Schmidt, das Ehepaar Doreen und Jürgen Kröger, Thomas Eberwein, Andreas Mahnke und Peter Rees. Von 1945 bis 1965 spielt sich das kulturelle Leben der Gemeinde in der Schankwirtschaft von Franz Müthel ab. Hier werden einmal im Jahr ein Ringreiten, alle 2 Jahre eine Deernsmusik und im Herbst eines jeden Jahres ein Ernteball veranstaltet. 1970 wird die Schankwirtschaft geschlossen. 1981 wird ein Feuerwehrhaus mit Schulungsraum gebaut. Seit dieser Zeit spielt sich das gesamte kulturelle und kommunalpolitische Leben im Feuerwehrhaus ab. Der einzige Kulturträger ist die Freiwillige Feuerwehr Besenthal, die im September 2009 ihr 75-jähriges Bestehen feierte. Die Feuerwehr organisiert zahlreichte Veranstaltungen für ihre Mitglieder und die Besenthaler Einwohner. Von 2007 bis 2008 wird das Feuerwehrhaus mit EU-Mittel und Gemeindekapital vergrößert und trägt seitdem den Namen „Dörphuus“. Hier finden alle Veranstaltungen der Feuerwehr, der Gemeinde und der Jagdgenossenschaft statt. Landwirte und Nichtlandwirte beteiligen sich in der Gemeinde an freiwilligen Arbeiten, wie z.B. Wirtschaftswege instand setzen, um die Gemeinde vor größeren Kosten zu schützen. Faires, konstruktives und hilfsbereites Miteinander wird in der Gemeinde Besenthal großgeschrieben.